Kurz gesagt: „Nee“ ist rheinisch für Nein. Es ist kurz, freundlich im Ton und endgültig in der Sache. Genau so ein Wort braucht es im Herbst 2026, wenn die AfD in Sachsen-Anhalt auf 43,8 Prozent und in Mecklenburg-Vorpommern auf 38,2 Prozent kommt. Der Einkaufswagen-Chip „AfD Nee“ macht aus diesem einen Wort ein Zeichen, das jede Woche mit zum Einkaufen fährt.
Ein Wort, das im Rheinland keine Fußnote braucht
Wer am Niederrhein aufgewachsen ist, kennt den Unterschied zwischen „Nein“ und „Nee“. „Nein“ ist Amtssprache. „Nein“ klingt nach Formular, nach Widerspruchsfrist, nach einem Brief, den man zweimal liest. „Nee“ dagegen ist das, was man am Küchentisch sagt, wenn eigentlich schon alles klar ist. Kein Drama, kein Vortrag. Einfach: Nee.
Genau diese Haltung wollte ich auf einen Chip bringen. Ich wohne und drucke in NRW, mitten im Rheinland, und hier wird vieles mit einem Schulterzucken und einem trockenen Satz erledigt. Das ist keine Gleichgültigkeit. Das ist eine sehr klare Form von Haltung: Man muss nicht jede Frage neu verhandeln, nur weil jemand sie lauter stellt.
Deshalb ist der Chip auch kein Thesenpapier. Oben steht „AfD“, weiß auf blauem Grund, rot durchgestrichen. Darunter steht das Nee. Mehr Text braucht es nicht, und mehr Text würde auch nicht besser werden.
- Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September 2026 kam die AfD auf 43,8 Prozent.
- In Mecklenburg-Vorpommern wurde sie am 20. September 2026 mit 38,2 Prozent stärkste Kraft.
- Bundesweit liegt sie im ARD-DeutschlandTrend von Anfang September 2026 bei 27 Prozent, vor der Union.
- Der Chip „AfD Nee“ ist ein Subthiel-Original, mehrfarbig 3D-gedruckt in NRW, im 4er- bis 20er-Pack ab 4,00 Euro.
Warum gerade jetzt: Der September 2026 in Zahlen
Man kann über Umfragen streiten. Über Wahlergebnisse nicht. Und die Ergebnisse dieses Septembers sind deutlich.
Sachsen-Anhalt, 6. September 2026: Die AfD erreicht laut endgültigem Ergebnis 43,8 Prozent der Stimmen und stellt 39 von 83 Sitzen. Für eine absolute Mehrheit fehlen ihr drei Mandate. Die CDU fällt von 37,1 auf 17,2 Prozent. Die Wahlbeteiligung steigt von 60,3 auf 76,9 Prozent. Wie eine Regierung aussehen soll, ist bei Redaktionsschluss dieses Artikels offen. Rechnerisch reicht es sowohl für ein sehr breites Bündnis aller anderen Parteien im Landtag als auch für AfD und BSW zusammen [1].
Mecklenburg-Vorpommern, 20. September 2026: Die AfD wird mit 38,2 Prozent stärkste Partei und mehr als verdoppelt ihr Ergebnis von 2021 (16,7 Prozent). Die SPD folgt mit 35,5 Prozent. Die CDU scheitert mit 4,9 Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde. Laut Bundeszentrale für politische Bildung ist das das erste Mal in der Geschichte der Bundesrepublik, dass die CDU nicht in einen Landtag einzieht. Die Wahlbeteiligung liegt bei 78,1 Prozent [2].
Bundesweit: Im ARD-DeutschlandTrend von Infratest dimap (erhoben vom 31. August bis 2. September 2026) liegt die AfD bei 27 Prozent, CDU/CSU bei 21 Prozent. Nur 15 Prozent der Befragten sind mit der Arbeit der Bundesregierung zufrieden, mit Kanzler Merz sind es 13 Prozent [3].
Das sind keine Randnotizen mehr. Das ist eine Verschiebung, die man im Alltag spürt: im Gespräch an der Theke, in der Familiengruppe, beim Elternabend. Und genau dort entscheidet sich, ob Widerspruch hörbar bleibt.
Warum ein Nee mehr bringt als die zehnte Diskussion
Ich bin ein großer Freund von Argumenten. Aber ich habe auch gelernt, dass es Gespräche gibt, die man nicht gewinnen kann, weil das Gegenüber gar nicht gewinnen will, sondern nur recht behalten. Wer dann jede Behauptung einzeln widerlegt, arbeitet sich ab und verliert trotzdem die Aufmerksamkeit des Raums.
Ein klares Nee funktioniert anders. Es sagt nicht: „Lass uns darüber reden, ob Menschenwürde verhandelbar ist.“ Es sagt: Ist sie nicht. Punkt. Das ist keine Verweigerung von Demokratie, im Gegenteil. Demokratie lebt davon, dass bestimmte Grundlagen nicht bei jeder Gelegenheit neu zur Abstimmung stehen. Artikel 1 des Grundgesetzes ist so eine Grundlage.
Wie ernst die rechtliche Debatte um die AfD inzwischen ist, habe ich im Artikel zum Stand des AfD-Verbotsverfahrens zusammengefasst. Und warum ich überhaupt politische Motive drucke, steht in „Wehret den Anfängen“.
Der Chip im Alltag: Haltung, die mitfährt
Ein Plakat hängt eine Woche. Ein Sticker hält, bis ihn jemand abkratzt. Ein Einkaufswagen-Chip dagegen wird benutzt. Jede Woche, am Pfandschloss, vor Menschen, die man sonst nie erreichen würde. Der Chip nimmt niemandem etwas weg und drängt sich niemandem auf. Er ist einfach da. Manche grinsen, manche gucken weg, manche fragen nach. Alles davon ist eine Reaktion.
Das ist für mich der Kern des Ganzen: Widerspruch muss nicht laut sein, um sichtbar zu sein. Er muss nur regelmäßig auftauchen. Genau das schafft ein Gegenstand, den man ohnehin jeden Samstag in der Hand hat.
- Am Schlüsselbund: Dort, wo er gebraucht wird, und dort, wo er gesehen wird.
- Zum Weitergeben: Im 8er- oder 12er-Pack reicht es für die Freundesgruppe, die WG oder die Kolleginnen, die ähnlich denken.
- Als stilles Gesprächsangebot: Wer fragt, bekommt eine Antwort. Wer nicht fragt, hat trotzdem etwas gesehen.
So entsteht der Chip
„AfD Nee“ ist ein Subthiel-Original. Das Motiv ist nicht von einer Vorlage übernommen, sondern selbst entworfen und modelliert. Gedruckt wird in meiner Werkstatt in NRW auf einem Mehrfarb-3D-Drucker, Schicht für Schicht aus PLA.
Das Motiv ist kein Aufkleber und keine Folie, sondern echte Geometrie: Die Farbe steckt im Material. Sie kann nicht abblättern und nicht abgerieben werden. Der rote Strich geht also nicht wieder weg, was bei diesem Motiv durchaus Absicht ist.
- Format: 1-Euro-Format, passt in übliche Pfandschlösser von Einkaufswagen.
- Rückseite: QR-Code, damit jemand, der fragt, den Chip auch wiederfindet.
- Packs und Preise: 4 Chips für 4,00 Euro, 8 für 6,96 Euro, 12 für 9,48 Euro, 16 für 12,00 Euro, 20 für 14,00 Euro.
Was man außer einem Chip noch tun kann
Ein Chip ersetzt kein Engagement. Er ist ein Anfang, eine Erinnerung, ein kleines Zeichen im Alltag. Wer mehr tun will, hat viele Möglichkeiten, die keine große Organisation voraussetzen:
- Bei der nächsten Wahl hingehen und andere daran erinnern. Die hohe Beteiligung in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern zeigt, dass Mobilisierung in beide Richtungen wirkt.
- Im eigenen Umfeld widersprechen, ruhig und bestimmt. Oft reicht ein einziges Nee, damit andere merken, dass sie mit ihrem Unbehagen nicht allein sind.
- Lokale Initiativen, Vereine und Bündnisse unterstützen, die vor Ort Demokratiearbeit leisten.
- Betroffenen zuhören und sie ernst nehmen, bevor man über sie redet.
Häufige Fragen
Was bedeutet „Nee“?
„Nee“ ist die umgangssprachliche, vor allem im Rheinland und in Norddeutschland verbreitete Form von „Nein“. Sie klingt weniger förmlich, ist in der Sache aber genauso eindeutig.
Wie hat die AfD bei den Landtagswahlen im September 2026 abgeschnitten?
In Sachsen-Anhalt erreichte die AfD am 6. September 2026 laut endgültigem Ergebnis 43,8 Prozent. In Mecklenburg-Vorpommern wurde sie am 20. September 2026 mit 38,2 Prozent stärkste Kraft, die CDU scheiterte dort mit 4,9 Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde.
Passt der Chip in jeden Einkaufswagen?
Der Chip hat das 1-Euro-Format und passt damit in die üblichen Pfandschlösser. Er ist ein klassischer Pfandchip, kein Einkaufswagenlöser zum Herausziehen.
Wo wird der Chip hergestellt?
Jeder Chip wird bei Subthiel in NRW mehrfarbig aus PLA 3D-gedruckt. Das Motiv ist als Geometrie im Material, nicht aufgedruckt, und kann daher nicht abblättern.
Einkaufswagen-Chip „AfD Nee“
Durchgestrichen statt ausdiskutiert. Mehrfarbig 3D-gedruckt in NRW, im 4er- bis 20er-Pack ab 4,00 Euro.

Kollektion: Subthiel Originals
Alle Motive aus eigener Feder: entworfen, modelliert und gedruckt in NRW.

Mehr Motive im Mix gibt es im Einkaufswagen-Chip „Motiv-Mix“, und wer es noch direkter mag, findet den Chip „Nazis Verboten“ in der Kollektion „Patches gegen Rechts“.






